Klettern und Fotografieren – man lernt dazu -.

Klettern und Fotografieren – man lernt dazu -.
oder:
Wie stabil sind Objektive ?

Kürzlich  im Klettergarten Bad Heilbrunn. http://www.klettergarten-bad-heilbrunn.de/
EIne kleine Fotosession soll’s heute sein.

Sandra, meine neue Kletterpartnerin, ist heute zum dritten  Mal in natürlicher Felsumgebung unterwegs und die Fortschritte sollen fotografisch festgehalten werden.

Ich bringe meine Nikon D1 und 3 Objektive mit. Die D1 ist zwar ein ausgesprochenes Schwergewicht, aber als Profi- bzw. Reporterkamera ist sie ja auch sehr robust und kann den einen oder anderen harten Stoß vertragen. Offensichtlich im Gegensatz  zu einfachen, preiswerten Objektiven aus dem Hobbybereich.

Als geeignete Route haben wir uns den sogenannten schwarzen Riss am  Sektor Kondensstreifen ausgesucht.
http://www.klettergarten-bad-heilbrunn.de/html/topo-bad-heilbrunn-4.html
Es handelt sich um eine nette  Kletterei im dritten bis vierten UIAA-Grad entlang eines Risses mit zwei schönen Schlüsselstellen, einmal ungefähr in Routenmitte  – beherztes Antreten links in eine seichte Delle und dann die große Schuppe greifen – und am Routenende der direkte Ausstieg am Bolt vorbei ins flache Gelände (Nicht nach rechts ausbüchsen! ).
Fotografieren will ich vom Standplatz  direkt  am Ausstieg  mit Blick nach unten.
Ich hänge mir die Kamera, bestückt mit einem alten 28-70mm Billigobjektiv von Tokina  diagonal über die Schulter, schiebe sie etwas nach hinten auf den Rücken. an der Schlüsselstelle angekommen, vergesse ich einen Moment die labile Kameraposition und mache eine etwas schwungvolle Bewegung mit dem rechten Arm. Die Kamera folgt  und stößt mit dem Objektiv ganz leicht an den Fels. Ebenso leicht verabschiedet sich das Objektiv von seinem Bajonettring und hüpft die Wand hinunter.
Vom Einstiegsbereich kommen Betroffenheitsbekundungen  und  tröstende Worte seitens einer netten anderen Seilschaft.

Meine Gedanken gehen aber in eine andere Richtung.  Das Objektiv hatte ich quasi für null Euro zusammen mit anderen Komponenten als Dreingabe erworben. Der materielle Verlust ist also zu vernachlässigen. Ich denke eher an den Sicherheitsaspekt. So ein kleines Objektiv wiegt ca.  250g,  in etwa wie ein handlicher Stein. In Bad Heilbrunn ist das Szenario eher ungefährlich, aber in einer höheren Wand …..
Also auch hier gilt:  Volle Aufmerksamkeit und Umsicht bei der Mitnahme von Kameraequipment.

Nach einem Objektivwechsel  starte ich nun einen neuen Versuch. Die Kamera habe ich jetzt mit einer Expresse hinten parallel zum Sitzgurt fixiert. Weitere Zwischenfälle gibt es nicht und auch die Bilder sind im Kasten. Hier nun erst einmal das Unfallobjektiv  und danach ein paar Kletterimpressionen.

 

 

 

 

 

 

 

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